Ursprünglich war das SOS-Jugendhaus ein Wohnheim für 70 Burschen, heute ist es eine Wohngemeinschaft, die nach modernen pädagogischen Erkenntnissen gestaltet und in mehrere Wohngemeinschaften gegliedert ist. In den fünf WGs wohnen junge Menschen ab 12 Jahren.
Welche Wohngemeinschaften gibt es im SOS-Jugendhaus in Hinterbrühl? Die drei WG's "Mödlingbach", wurden nach dem Bach, der neben dem Grundstück fließt, benannt. Der "Mödlingbach" setzt sich aus einer sozialpädagogischen Mädchenwohngemeinschaft und zwei sozialpädagogischen Burschenwohngemeinschaften zusammen.
Jeder Jugendliche hat ein eigenes Zimmer, das nach eigenen Vorstellungen eingerichtet werden kann. Pro Wohngemeinschaft gibt es eine Küche und einen Ess- und Wohnraum, wo man die Gemeinschaft leben und Spaß haben kann, oder Probleme mit Betreuer/innen und Wohnungskolleg/innen bespricht. Auch gemeinsame Ausflüge, Unternehmungen und Betreuungsziele werden hier diskutiert.
Die Mädchen und Burschen versorgen sich mit der Unterstützung von jeweils zwei Betreuer/innen großteils selbst. Pro WG sind zwei Jugendliche in Außenbetreuung. Das heißt, dass sie in einer eigenen Wohnung leben und in regelmäßigen Abständen von ihren BetreuerInnen besucht werden. Das bedeutet einen weiteren Schritt in die Selbständigkeit.
Zwei sozialpädagogisch-therapeutische Wohngemeinschaften Die "Birkenallee" ist eine sozialpädagogisch-therapeutische Mädchenwohngemeinschaft, in der Mädchen ab 12 Jahren aufgenommen werden. Das männliche Pendant dazu ist die Burschenwohngemeinschaft "Anninger". In den sozialpädagogisch-therapeutischen WGs werden Jugendliche, die Auffälligkeiten in ihrem Verhalten und ihrer Persönlichkeitsstruktur zeigen, aufgenommen. Mit den Jugendlichen wird intensiv in Einzel - und Gruppentherapien und Gesprächen gearbeitet.
Ziel aller Jugendwohngemeinschaften von SOS-Kinderdorf ist es, Jugendliche in eine positive Zukunft zu begleiten und sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden und zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration zu unterstützen. Hier dürfen sich junge Leute behutsam "abnabeln" und haben trotzdem den Halt einer stabilen Gemeinschaft, die hilft, wenn es nicht gleich klappt.
Die ersten Schritte in die Selbständigkeit: Startwohnen Um den oft schwierigen Übergang vom "geschützten" Rahmen der Wohngemeinschaft in die Verselbständigung zu schaffen, brauchen die jungen Erwachsenen Hilfe. Das Projekt "Startwohnen" trägt dieser Situation Rechnung und stellt einen gleitenden Übergang des Jugendlichen in die Selbständigkeit dar.
Jungen Erwachsenen, die ihre Ausbildung abgeschlossen bzw. die Großjährigkeit erreicht haben werden mit dem "Startwohnungen" durch eigenverantwortliches Handeln und selbständiges Wohnen gezielt auf Alltagssituationen vorbereitet. In einem Rahmen des bisher Erlernten können die Jugendlichen sehr selbständig ihre sozialen Kompetenzen und Fähigkeiten austesten.
Startwohnungen sind Wohnungen, die innerhalb des SOS-Jugendhauses liegen, aber dennoch räumlich getrennt sind. Auch Wohnungen in Mödling oder Wien stehen je nach Entwicklung des Jugendlichen zur Verfügung.
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